Sport

Sportstadt Köln

Rund 20.000 Kölnerinnen und Kölner aus dem Kölner Norden sind als Mitglied in einem Sportverein aktiv. Viele mehr sind sportlich auf eigene Faust in Sportstudios oder im Grünen unterwegs. Sport ist Teil der persönlichen Freizeitgestaltung: sich bewegen und spielen, sich körperlich anstrengen und selbst erfahren. Davon profitieren wir alle. Sport hält fit und gesund. Vor allem der in Vereinen organisierte Sport nimmt wichtige soziale und gesellschaftliche Aufgaben wahr: Er bietet unseren Kindern und Jugendlichen vielfältige und unverzichtbare Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung und Bildung. Er hilft, soziale und ethnische Barrieren zu überwinden. Kein anderes Medium wirkt so integrativ wie der Sport. Dafür ist die ISg – Integrative Sportgemeinschaft Köln e. V. ein gutes Beispiel, die 2014 in Chorweiler die westdeutschen Karate-Meisterschaften ausrichtete und deren Karatetrainer zugleich als Schiedsrichter bei internationalen Begegnungen fungiert. Im Zuge der demografischen Entwicklung trägt der Sport mit dazu bei, dass auch ältere Menschen weiterhin in das gesellschaftliche Leben eingebunden werden. Und vor allem auch für Menschen mit Behinderungen bedeutet er Teilhabe. Die Vereine organisieren unser Miteinander und kleinere sowie größere Veranstaltungen draußen oder in der Halle prägen auch das Leben in der Stadt. Diese Leistungen des Sports sollten sich auch in der öffentlichen Wertschätzung niederschlagen. Gäbe es den ehrenamtlichen Sport nicht, müsste die öffentliche Hand diese Aufgaben übernehmen. Deswegen gilt: Die Stadt Köln ist in der Pflicht, geeignete Räume zur Verfügung zu stellen; Sporthallen und Sportanlagen, Kunstrasenplätze, großflächige Bewegungsräume in Grünanlagen und Spielanlagen, in denen zum Beispiel auch Streetball oder Basketball gespielt werden kann. Alle Anstrengungen müssen darauf gerichtet werden, die momentan belegten Hallen wieder für den Sport freizuräumen.

Wir müssen auch wieder Bäder für das Schwimmenlernen in Vereinen und Schulen öffnen. Wenn wir wollen, dass Sport Spaß macht, darf es auch mal etwas lauter zugehen. Daher haben wir im Land die Initiative ergriffen, die entsprechenden Grenzwerte in den Verordnungen um fünf Dezibel zu erhöhen. Es gibt neben vielen Breitensportlerinnen und Breitensportlern talentierten Nachwuchs und Hochleistungssportlerinnen und -sportler im Kölner Norden. Darauf sind wir stolz, deren sportliche Entwicklung wollen wir fördern. Vor allem auch dadurch, dass wir von Seiten des Stadtsportverbands oder von Sportstadt Köln e. V. die Öffentlichkeitsarbeit für den Sport gerade auch im Kölner Norden verbessern.

Der Skatepark in Köln-Longerich, eine europaweit bekannte und führende Anlage der North Brigade Skateboarding ist in Köln weitgehend unbeachtet: Hier finden Skateboarderinnen und -boarder, Bikerinnen und Biker und Inline-Skaterinnen und -skater auf einer Fläche von 2700m² einen der besten Skatespots mit breiten Angeboten für Leistungs- und Hobbysportlerinnen und -sportler.

Die Leistungen der Heinrich Böll Gesamtschule als vom Land geförderte Partnerschule des Leistungssports im Radsport und Rudern, aber auch in Basketball, Fußball, Tennis sind vielen Menschen gar nicht bekannt. Auch dass die Tennisspielerin Angelique Kerber und andere Spielerinnen, so auch Andrea Petkovic aus dem deutschen Fed Cup, sich regelmäßig im Leistungszentrum des Tennisverbandes Mittelrhein an der Merianstraße 2 in Chorweiler vorbereiten und fit machen, wissen viele nicht.

Zuletzt: Vielen Vereinen und Organisationen macht zunehmende Gewaltbereitschaft im Amateursport Probleme, untereinander, gegenüber Schiedsrichterinnen und -richter oder Offiziellen. Darum wollen wir mehr Sicherheit. Daher haben wir auf der Landesebene einen klaren Weg eingeschlagen: Keine Toleranz für Gewalt. Repression als alleinige Antwort ist in unseren Augen aber keine erfolgreiche Strategie. Daher sollen zusammen mit den Vereinen präventive Ansätze entwickelt und gestärkt werden; ein Prozess an dem sich auch schon im Norden Vereine beteiligen.