Duale Karriere im Sport: ein erster Schritt ist nicht genug

Staatssekretärin Andrea Milz und Oberbürgermeisterin Henriette Reker haben am 12. Januar 2021 eine Kooperation unterzeichnet, durch die Leistungssportlerinnen und Leistungssportler ab dem kommenden Ausbildungsjahr bei der Stadt Köln das duale Studium zum „Bachelor of Laws“ innerhalb von fünf statt von drei Jahren absolvieren können. Das ist ein gutes Signal, da sich die Stadt Köln bisher wahrlich nicht um das Thema duale Karriere im Sport gekümmert hat. Deswegen habe ich in der Vergangenheit als Vorsitzender des Vereins Sportstadt Köln zusammen mit vielen Vertretern des Sports versucht dem entgegen zu wirken und habe auf fehlende Angebote in der dualen Ausbildung aufmerksam gemacht und das Netzwerk zwischen Leistungssport und Wirtschaft gestärkt.

Die nun entstandene Kooperation kann als erster Schritt verstanden werden, allerdings wurde keiner der entsprechenden Akteure des Sports im Vorhinein mit einbezogen, nicht einmal die städtische Sportverwaltung. Ich will an dieser Stelle betonen, was ich so oft an der Stadtspitze kritisiere: Politik muss gemeinsam mit den Menschen und Institutionen gestaltet werden, die davon betroffen sind. In diesem Fall die Vertreter des Spitzensports unserer Region.

Trotz dieser Kritik begrüße ich die Kooperation und hoffe das neben dem bereits durch die Deutsche Sporthochschule vorhandenen Studienangebot für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler in unserer Stadt auch im Bereich der Berufsausbildung flexiblere Angebote entwickelt werden. Besonders dort gibt es Nachholbedarf! Beispiele für erfolgreiche Konzepte gibt es reichlich, die Stadt sollte die Initiative ergreifen und gemeinsam mit den Wirtschaftskammern und dem Spitzensport Maßnahmen entwickeln.