Aussagen vor dem Berliner Untersuchungsausschuss Amri werfen für uns neue Fragen auf

Im Amri-Untersuchungsausschuss im Bundestag hat gestern laut Presseberichten ein nordrhein-westfälischer LKA-Beamter ausgesagt, in Zusammenhang mit einem V-Mann im unmittelbaren Umfeld des späteren Attentäters Anis Amri sei massiver Druck vom Bundeskriminalamt auf ihn ausgeübt worden. Davon habe auch der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière gewusst. Zu dieser neuen Entwicklung erklärt Andreas Kossiski, Obmann der SPD-Landtagsfraktion im nordrhein-westfälischen Amri-Untersuchungsausschuss:

„Der gleiche LKA-Beamte hat im Februar 2019 als Zeuge in unserem Untersuchungsausschuss ausgesagt. Diese neuen Aussagen sind für mich völlig überraschend.  Der anscheinend gestern in der Aussage genannte BKA-Beamte wird von unserem Untersuchungsausschuss am 2. Dezember vernommen und hierzu befragt werden müssen. Der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat bereits in der vergangenen Legislaturperiode hier in Düsseldorf ausgesagt. Damals erwähnte er mit keinem Wort das, was jetzt in Berlin diskutiert wird. Wir behalten uns deshalb vor, Thomas de Maizière erneut zu laden.“