Tag der Medienkompetenz – Mein Besuch beim jfc Medienzentrum

Unter dem Leitgedanken „Was steckt dahinter? Medienbildung in Zeiten von Fake News, Verschwörungstheorien und Algorithmen“ handelte der diesjährige Tag der Medienkompetenz am 5. November 2018 im Landtag NRW in Düsseldorf vom reflektierten und kritischen Umgang mit Medien. 

Im Kontext dieses durch das Grimme-Institut organisierten Tages besuchte ich am 31.10. das jfc Medienzentrum und sprach mit Team und Vorstand unter anderem über folgende Fragen:

  • Was ist das jfc Medienzentrum (Aufgaben und Reichweite des jfc als Fachstelle für außerschulische Medienpädagogik)?
  • Was macht das jfc Medienzentrum?

Die Diversität und Praxisnähe des jfc Medienzentrums ist beeindruckend. Mit zahlreichen Angeboten aus den Sparten Foto, Video, Audio, Film, Computermedien, digitalen Techniken (FabLab) vermittelt das 15-köpfige Team Kompetenzen in allen Medienbereichen. 

Den Zielgruppen sollen dabei vor allem das aktive Medienmachen, Medienkultur, Medienkritik sowie Grundkenntnisse in technischen Medienkompetenzen beigebracht werden. 

Um auch sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu erreichen, werden die meisten Angebote des jfc in sogenannten Sozialräumen, als mobile Angebote in Kooperation mit Jugendzentren, in Verbindung mit finanziell schwächeren Kommunen in NRW. Dieses Vorgehen gewährleistet, dass die Angebote diejenigen erreichen, bei denen der Bedarf am größten ist. Auch junge Geflüchtete und Kinder mit Handicap werden systematisch in die Angebote eingeschlossen, beispielsweise beim Kinderfilmfestival CINEPÄNZ oder beim NRW Kamerakinder-Foto-Run und Challenge. Eine Gruppe der Kreativhelden trifft sich beispielsweise regelmäßig in Chorweiler, ein Kulturrucksackprojekt zum Thema Angsträume wird in Köln Kalk umgesetzt. Dabei werden zunehmend Kooperationen mit dem Ganztag, Ferien- und Wochenendangebote durchgeführt.
 


Hierzu arbeitet das 15-köpfige Team des jfc Medienzentrums sowohl direkt mit Kindern und Jugendlichen als auch mit Fachkräften der Jugend- und Kulturarbeit, des Ganztages und mit Eltern. 

Netzpolitik und eine aktive Gestaltung der Digitalisierung sind bedeutungsvolle politische Querschnittsaufgaben für unsere moderne Gesellschaft. Desinformation und Manipulation sind nicht neu, doch in Anbetracht ihrer rasanten Streuung im Internet ist es entscheidend, Informationen, Absichten und Urheber zuordnen und beurteilen zu können. In Zeiten brisanter Marktkonzentration, mangelhafter Regulierung, einflussreicher Player sowie Sicherheitslücken und Datenskandalen ist es Aufgabe der Politik, die Umsetzung zeitgemäßer Medienpädagogik, wie sie durch das jfc Medienzentrums vertreten und vermittelt wird, noch mehr zu unterstützen, als dies bisher getan wird. Hierfür möchte ich mich einsetzen.

 Ich bedanke mich für dieses sehr informative und anregende Gespräch.

 

Über diesen Link gelangen Sie zu einem weiteren Bericht über meinen Besuch im jfc Medienzentrum.