Wohnungsnot bei Studenten

Studierendenwerk in Köln benötigt 56 Millionen Euro für Bau- und Sanierungsmaßnahmen von studentische Wohnheimanlagen

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat in seinem kürzlich veröffentlichten Studentenwohnpreisindex starke Mietpreisanstiege für studentisches Wohnen in Nordrhein-Westfalen ermittelt. Die angespannte Wohnungsmarklage und steigende Wohnkosten stellen für die Studierenden eine immer größere Belastung dar.

NRW braucht deshalb eine Offensive für studentisches Wohnen und mehr bezahlbare Plätze in öffentlichen Studentenwohnheimen. Das Problem: Die Zuschüsse für die Studierendenwerke, die bezahlbaren Wohnraum für Studenten anbieten, werden von der schwarz-gelben Landesregierung im Landeshaushalt 2019 wie schon im letzten Jahr nicht erhöht.

Die 12 Studierendenwerke in NRW warten aber nicht nur auf einer Erhöhung ihrer Grundfinanzierung, sondern auch auf konkrete Zusagen für Neubau- und Sanierungsmaßnahmen. Der Investitionsbedarf liegt nach Angabe der Studierendenwerke Nordrhein-Westfalen bei rund 570 Millionen Euro. Das Studierendenwerk Köln benötigt aktuell 56.075.000 Euro für Neu-, Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen. Die angespannte Wohnungsmarktlage in Köln droht sich damit weiter zu verschärfen: Die Studierendenwerke hatten bereits mehrfach davor gewarnt, dass durch fehlende Sanierungsmittel Wohnheimplätze vom Markt genommen werden könnten.

Deshalb schlägt die SPD-Fraktion – nach Vorbild von „Gute Schule 2020“ – die Einrichtung eines Sonderprogramms für Studentisches Wohnen vor, mit dem die Studierendenwerke unbürokratisch Zuschüsse für den Neubau von und die Sanierung bestehender Wohnheimanlagen durchführen könnten.

Der Abgeordnete Andreas Kossiski (SPD) erklärt dazu:

„Mit der von der SPD vorgeschlagenen Erhöhung der Landeszuschüsse für die Studierendenwerke und der Auflage eines Sonderprogramms für Studentisches Wohnen könnten Neubau- und Sanierungsmaßnahmen in Köln zügig angegangen werden. Von mehr bezahlbarem Wohnraum profitieren nicht nur die Studierenden, sondern auch der Wohnungsmarkt und alle anderen Mieterinnen und Mieter in Köln.“