Rhein Ruhr City 2032 – Die Olympia-Bewerbungsinitiative nimmt Form an. Hier einige aktuelle Informationen zum Thema:

Am 18.04. präsentierte Michael Mronz die privatwirtschaftliche Initiative Rhein Ruhr City zur Bewerbung für die olympischen und paralympischen Sommerspiele 2032. NRW Ministerpräsident Armin Laschet befürwortet das 182 Seiten umfassende Konzept.
Das Rohmodell bezieht 14 Kommunen in die Planungen für eine mögliche Olympiabewerbung ein: Aachen, Bochum, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Oberhausen und Recklinghausen. Durch die hohe Dichte an Sportstätten in der Rhein-Ruhr-Region existiert laut Mronz bereits 80% der benötigten Sportinfrastruktur in einem geplanten Wettkampfradius von 63 km. Ob zusätzlich ein neues Olympiastadion gebaut werden müsste steht noch nicht fest.
Die Bewerbung soll ein zukunftsweisendes Beispiel für Nachhaltigkeit bei Großsportveranstaltungen werden. Handlungsbedarf sehen die Initiatoren vor allem im Bereich Digitalisierung und Mobilität. Zwei Themen, die sowieso auf der politischen Agenda  stehen. Die Dynamik der Olympia-Bewerbung soll genutzt werden um diese Wirtschaftsfelder voranzubringen. Das würde am Ende dem ganzen Land nutzen, so Laschet. Als Beispiel wird das Münchner U-Bahn-Netz genannt, dass im Rahmen der Olympischen Spiele gebaut wurde und bis heute eine zentrale Komponente der urbanen Mobilität darstellt. „Wichtig ist der Zuspruch der Bevölkerung, deswegen soll der Sport und der nachhaltige Nutzen für die Menschen im Mittelpunkt stehen“, betont Laschet. Eine Befragung der Bevölkerung sei erst mal nicht geplant.
Eine seriöse Kostenkalkulation ist laut Mronz derzeit aber noch nicht möglich. Dabei könnte gerade diese entscheidend bei einer Befragung der Bevölkerung sein. Die hohen Kosten und das profitorientierte Vorgehen des IOC und seinen Partnern schreckte die Menschen in Hamburg und München in der Vergangenheit vor einer Olympiabewerbung ab. In NRW soll das anders sein. Die positive Grundstimmung zeige, dass NRW fit für Olympische Spiele sei.  Das vorhandene Potential soll genutzt werden.
„Voraussetzung für eine Bewerbung ist für mich ein klares Ja der Kölnerinnen und Kölner“, sagt Kölns Oberbürgermeisterin Reker. „Ich unterstütze diese Initiative, denn Köln als international angesehene Sportstadt wäre eine großartige Gastgeberin für nachhaltige, moderne und begeisternde Olympische Spiele“.
Über die Vergabe der olympischen Sommerspiele 2032 entscheidet das IOC erst im Jahr 2025.
Bis dahin müsste sich eine Rhein-Ruhr-Bewerbung gegen mögliche nationale Konkurrenzbewerbungen durchsetzen.
Derzeitig geplante Disziplinen in Köln:
Kunstturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolin: LANXESSarena
Marathonschwimmen, Triathlon: Fühlinger See
Fechten: Koelnmesse
Fußball: RheineEergieSTADION
Golf: Gut Lärchenhof
Rugby: Stadion Höhenberg